Schrill, piep, schepper, tröööt, tuut, ring, ding-dong... so ein Smartphone ist die Quelle umfangreicher Onomatopoetik, also die "sprachliche Nachahmung von außersprachlichen Schallereignissen" Wikipedia.
Zahlreiche Apps buhlen um die Aufmerksamkeit des Benutzers. Die Geschäftsmodelle hinter den Apps basieren in aller Regel auf Aufmerksamkeit, die mit Werbung gefüllt wird. Dadurch fließt Geld. Mehr Aufmerksamkeit führt zu mehr Zeit des Benutzers in der App und das führt zu mehr Geld für den Hersteller der App.
Und deshalb piepen Smartphone so oft.
In der Regel kann man die Benachrichtigungen je App individuell einstellen oder auch geräteweit Vorgaben machen. Eine sinnvolle Einstellung sorgt für Ruhe. Als Benutzer kann ich mich fragen: welche Ereignisse sind so wichtig, dass sie mich jederzeit erreichen sollen? Das könnten Terminerinnerungen sein oder Anrufe von Menschen, die mir sehr nahe stehen.
Genauso kann ich mich fragen: welche Ereignisse sind unwichtig und muss ich gar nicht oder nur gezielt erfahren, wenn ich aktiv nachschaue? Hierzu zählen für mich alle Nachrichten über sogenannte soziale Medien oder Kurznachrichtendienste.
Ideal ist es, wenn man im Smartphone sogenannte Notfallkontakte anlegt. Das sind Kontakte, die immer für eine echte Alarmierung sorgen sollen, auch wenn das Gerät stumm geschaltet ist. Dazu können die Kinder, Ehepartner:innen oder Eltern zählen.
Sind diese Notfallkontakte angelegt und ist das Smartphone so eingerichtet, dass es im Stumm-Modus diese Anrufe und Nachrichten dennoch per Tonsignal signalisiert, dann kann man beruhigt das Smartphone auf stumm stellen.
Und dann kehrt Stille ein.

Für iphones findet man bei Heise eine Anleitung. Ebenso gibt es dort eine Anleitung für Android-Smartphones: Heise.
Wie erlebst Du Deinen Umgang mit dem Smartphone? Gerne kannst Du mir Deine Erfahrungen berichten: kontakt