In den anderen Teilen hier im Blog berichte ich von der Idee bis zum fertigen Achtsamkeitskurs, den ich gebe. Du findest alle Beiträge unter Kurs.

Zuletzt hatte ich viel Zeit darauf verwendet, meinen Kurs K001 - Der Achtsamkeits-Workshop für Einsteiger inhaltlich vorzubereiten. Was soll rein? Was nicht? Was möchte ich wie vermitteln? Welche Übungen machen wir in der Gruppe wann? Ein richtiges, kleines Curriculum musste aufgebaut werden.

Parallel dazu plante ich den ersten Termin und suchte im Freundeskreis nach Freiwilligen, die teilnehmen und mir Feedback geben würden...

Endlich...

...war es soweit. Nachdem ich den ersten Termin krankheitsbedingt kurzsfristig absagen musste, fand am 25.07.2026 mein erster Kurs statt. Im Garten unter dem großen Dach der Terrasse hatte ich alles vorbereitet. Stühle, Tischchen, Klangschale, Unterlagen, Ventilator (es war recht warm) und was nicht alles dazu gehört. Auch eine mittelgroße Tafel (so eine für Kreide) hatte ich vorbereitet, um ein, zwei Dinge visualisieren zu können.

Aufgeregt war ich und voller Vorfreude!

Kurz vor 14 Uhr kamen die Teilnehmer:innen und trafen sich im Garten. Ein kurzer Plausch, sich gegenseitig kennenlernen und schon gings los.

Programm

Wir starteten mit zwei Minuten Stille. Ankommen und durchatmen.

Zum Einstieg eine Übung

Nach ein paar generellen Hinweisen zu den Übungen folgte direkt die nächste praktische Erfahrung von Achtsamkeit: ein Bodyscan. In nur rund fünf Minuten durchwanderten wir den Körper und nahmen die Signale und Empfindungen in den Körperteilen wahr.

Auch wenn der Bodyscan für viele Anfänger / Einsteiger anstrengend und schwierig zu sein scheint, ist er mir für meine Kurse wichtig. Es folgte eine kurze Reflexionsrunde für den gemeinsamen Austausch zu dieser Übung. Die ersten Erfahrungen und Unterschiede in den Wahrnehmungen austauschend, lernten die Teilnehmer:innen voneinander.

Das Drumherum und nochmal üben

Ich erklärte einige organisatorischen Dinge und begrüßte endlich die freiwilligen Tester. In kurzen Worten klärte ich auf, dass Achtsamkeit keine Entspannungsübung ist und skizzierte die Ziele des heutigen Workshops. Dann stellte ich mich selbst vor und ließ den Teilnehmenden Raum, sich selbst in aller Kürze vorzustellen.

Direkt im Anschluss konnten die Kursteilnehmenden ganz ohne Anleitung fünf Minuten in ihren Körper spüren. Ganz ungewohnt und schwierig, sich so schnell ohne Anleitung auf den eigenen Körper zu konzentrieren.

Theorie... viel Theorie

Dann folgte ein großer Theorie-Teil, der sich mit dem Sinn und Zweck von Achtsamkeit beschäftigte. An mehreren Beispielen erklärte ich den Autopiloten und wie die Achtsamkeit dabei helfen kann, bewusster mit Situationen umzugehen.

Hier nutzte ich dann auch die Tafel und visualisierte das, was ich erklärte.

Mit den Vorteilen der Achtsamkeit kamen wir zu zwei Übungen. Sehr spannend empfand ich die Übung, bei der wir ein Objekt betrachteten. Das konnte ein Stein sein, eine Muschel oder eine Murmel. In rund 10 Minuten beschäftigten wir uns intensiv mit dem Objekt und ich stellte teils verwirrende Fragen. Manche Teilnehmer:innen stießen dabei an Grenzen, was wiederrum eine achtsame Selbstforschung ermöglichen könnte.

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Foto: Sina Möller

Hierbei annehmend wahrzunehmen, dass nicht jede:r mit allen Aspekten dieser Übungen gut klar kam, war für mich eine gute Übung. Es ist ok, wenn manche irgendwann aussteigen und bewusst eine Pause einlegen.

Pause und Anleitung

Nach dieser Übungen gingen wir dann in die geplante Pause. Bei Tee und Plausch entspannten wir rund 20 Minuten und starteten danach in die zweite Runde des Kurses.

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Foto: Sina Möller

Hier ging es darum, wie Achtsamkeit genau geübt werden kann. An Beispielen aus meinen Erfahrungen versuchte ich zu erklären, wie sehr die intensive Beschäftigung mit Wahrnehmungen diese selbst verändern können. Wie aus "Lärm" langsam Geräusche werden und später sogar angenehme Affirmationen entstehen können.

Wir beendeten dieses Thema mit einer Hörübung. Ich war froh, dass gerade viele Nachbarn Besuch hatten und immer wieder Stimmen, Gläserklirren und Hunde zu hören waren. Gibt das doch viele Möglichkeiten, sich mit Geräuschen zu beschäftigen.

Entsprechend umfassend war die anschließende Reflexion.

Transfer in den Alltag

Wir wechselten nun zum Thema Achtsamkeit im Alltag. Etwas, das mich sehr beschäftigt und sehr am Herzen liegt: wie schafft man es, Achtsamkeit in den Alltag zu bringen? Wir fanden gemeinsamen zahlreiche Möglichkeiten, die ich mit konkreten Tipps und Vorschlägen abrundete.

Gemeinsam lernten wir die Übung Achtsamkeitsscan kennen - eine Übung, die ich für mich selbst entwickelt habe und gerne teile.

Bevor wir zum Ende des Workshops kamen, machten wir eine kleine Bewgungsübung: achtsames Gehen. Das war spannend und hier tauschten sich alle Beteiligten nochmal rege aus. Das machte mir besonders viel Spaß.

Ende und Feedback

Am Ende verteilte ich die Teilnahmebescheinigungen und einen Übungszettel für zu Hause.

Dann saßen wir beisammen und ich erhielt mein erstes Feedback zum Kurs. Viele Punkte wurden angesprochen, es gab viel Lob und kontruktive Kritik, über die ich mich sehr gefreut habe. Einige Dinge kann ich das nächste mal direkt verbessern.

Auffällig war natürlich meine völlige Fehleinschätzung der Dauer des Kurses. Statt erwarteter 2,5 Stunden saßen wir 4 Stunden zusammen. Hier werde ich nochmal das Programm straffen, den Theorie-Anteil sehr stark kürzen und dafür den Teilnehmenden mehr Raum für den Austausch bieten.

Ich war richtig müde und geschafft danach, aber auch sehr zufrieden und glücklich. Mir hat der Workshop sehr viel Spaß gemacht.

Ich freue mich auf den nächsten Kurs!

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Foto: Sina Möller

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