Jede Woche erscheint Freitags ein neuer Blogbeitrag hier in diesem Blog. Oder nicht?

Anspruch...

Seit ich diese Webseite (neu) aufgebaut habe für meine Achtsamkeits- und Meditationskurse, veröffentliche ich jeden Freitag um 6 Uhr einen Blogbeitrag.

Ab und an erscheinen zusätzlich sogenannte Atempausen. Das ist mein Anspruch.

Meine IT-Selbständigkeit IT-MÜCKE profitierte nach einigen Jahren(!) von meinem IT-Blog enorm. Bei bestimmten Themen sind Blogbeiträge von mir ganz oben in den Suchmaschinen zu finden und das zog Interessenten an, aus denen manchmal neue Kunden wurden.

Ich liebe es, Wissen zu teilen und ein Blog ist für mich eine wunderbare Möglichkeit, genau das zu tun. Und dann kommt mein persönlicher Anspruch an Regelmäßigkeit, Zuverlässigkeit und Disziplin zum tragen.

Aber ist das so gut?

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Auschnitt aus meinem IT-MÜCKE-Blog

...und Wirklichkeit...

Klar, jede Woche ein Blog-Beitrag - das ist ein langfristig ein Baustein zum Erfolg meiner Webseite. Aber was ist, wenn ich einfach mal kein Thema weiß, wenn ich keine Muße und Zeit finde, einen Blogbeitrag zu schreiben? Darf das sein? Kann das sein?

Wenn die Wirklichkeit mit vielen Aufgaben und vielen Themen einfach keinen Platz lässt, um sich mal eine Stunde entspannt und ruhig, offen und in einer guten Stimmung hinzusetzen, dann ist das ein Fakt.

Wie hilft mir jetzt die Achtsamkeit dabei?

...und Anspruch.

Betrachte ich die Situation ganz achtsam, dann nehme ich wahr, dass da ein Leistungsanspruch an mich selbst besteht: jede Woche muss ein Blogbeitrag erscheinen. Ohne Ausnahme! Immer! Egal, ob Urlaub, krank oder kein Thema - der Blogbeitrag muss sein.

Da ist auch Leere und das Fehlen einer Idee. Und da ist ein innerer Konflikt. Körperlich spüre ich eine gewisse Verspannung im Nacken, in den Schultern, in den Armen und Händen. Meine Haltung wird insgesamt angespannter.

Das Thema wirkt in mich hinein.

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Auschnitt aus meinem Blog hier auf der Webseite

In der Achtsamkeit geht es ja ganz viel darum, dem Autopiloten nicht das Steuer zu überlassen. Mein Autopilot ist in diesem Fall der Leistungsdruck und vielleicht sogar das innerlich gezwungene Schreiben eines Beitrags. Die Qualität eines solch "erzwungenen" Beitrags gefällt mir meisten nach ein paar Tagen gar nicht mehr so gut und ich muss verbessern.

Eine Maßnahme gegen den Autopiloten ist die Technik oWEEHH, also Wahrnehmen, Einatmen, Einflussbereich erkennen, Handlungsoptionen prüfen und Handeln. Wenn ich meine Blog-Situation damit verarbeite, dann entsteht das:

  • Wahrnehmen: ich setze mich selbst unter Druck, spüre das im Körper, bemerke Leere und Disziplin und Widerwillen.
  • Einatmen: dann atme ich tief ein, spüre, wie meine Füße auf der Erde stehen und nehme wahr, was ist. Das ist die Bremse.
  • Einflussbereich erkennen: was kann ich beeinflussen? Ich kann die Erscheinungsweise lockern, ich kann einen Beitrag erstellen, egal wie schlecht oder gut er am Ende ist, ich kann die Künstliche Intelligenz (KI) bitten, einen Beitrag zu schreiben (nein, das habe ich noch nie gemacht!), ich kann das Blog einstellen oder Gastbeiträge anfragen. Ich kann noch viel mehr. Es gibt viel, was ich dabei beeinflussen kann. Frage ich mich, was ich nicht beeinflussen kann, dann vielleicht das Finden einer guten Beitrags-Idee, bedingt das Erzeugen der richtigen Stimmung zum Schreiben...
  • Handlungsoptionen prüfen: ganz konkret könnte ich Abstand von der wöchentlichen Erscheinung nehmen und eine Blog-Schreibpause einlegen. Ich kann mir das erlauben. Ich kann über diese Gedankengänge einen Blogbeitrag verfassen. Einen reinen KI-Artikel werde ich nicht verfassen (lassen) und Gastbeiträge bekomme ich auf die Schnelle höchst wahrscheinlich nicht generiert.
  • Handeln: heute entscheide ich mich dazu, genau über diese Situation einen Blogbeitrag zu verfassen. Diesen hier. Welch tolle Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen, sich zu sammeln und Worte zu tippen.

Und nun?

Ich erlaube mir, die Regelmäßigkeit der Erscheinung zu durchbrechen und ab und zu einfach mal nichts erscheinen zu lassen. Und ich tippe diesen Blogbeitrag, um mich aktiv und achtsam mit dem Thema zu befassen.

Spannend, wenn ich Achtsamkeit ganz praktisch einsetzen kann. Es funktioniert.

Ich schließe diesen Blogbeitrag mit einem Lächeln ab. Ich bin zufrieden.

Hast Du auch Achtsamkeit für Probleme oder Unklarheiten anwenden können? Wie ging es Dir damit? Schreib mir: Kontakt

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