Kennst Du das auch? Es gibt Aufgaben, die nerven so richtig! Schon beim Gedanken daran, wieder diese blöde Aufgabe erledigen zu müssen, fühlst Du Dich unter Druck gesetzt...
Ich kenne das.
Und es gibt eine schöne Methode, die dabei helfen kann.
Oft ist es doch so: eigentlich ist die Aufgabe zwar nervig, aber sie ist nicht so schlimm, wie ich sie mir vorher immer ausmale. Außerdem wird sie oft erst so richtig frustrierend, weil ich meinen Fokus auf die unangenehmen Aspekte der Aufgabe lenke. Es kostet mich am Ende mehr Energie, die Aufgabe blöd und frustrierend zu finden, als sie durchzuführen.
Es ist also - zumindest zu einem Teil - die innere Einstellung, die den Frust so groß werden lässt.
Und da habe ich einen Ansatzpunkt: meinen Umgang mit der Aufgabe. Den kann ich ändern. Vielleicht kann ich ja noch mehr ändern?

Es gibt mehrere Dinge, die ich bei frustrierenden Aufgaben verändern kann:
Sicherlich gibt es noch mehr Möglichkeiten, Aufgaben zu verändern. Vielleicht passen nicht immer alle oder manche Aufgaben sind nicht änderbar, aber dann bleibt noch der eigene Umgang damit - den kann ich beeinflussen.
Es gilt also zu prüfen, was ich konkret ändern kann, damit die Aufgabe nicht mehr so frustrierend ist. Was ist notwendig, dass aus einer unangenehmen, doofen und nervenden Aufgabe eine neutrale oder - im besten Fall - angenehme oder schöne Aufgabe wird?
Dabei versuche ich offen zu sein und außerhalb der Grenzen zu denken. Und oft finde ich Möglichkeiten, die Aufgabe besser zu gestalten. Aus Frust wird Lust. Oder zumindest weniger Frust.

Und nun stelle Dir vor, Du schreibst Dir alle Aufgaben auf, die Dir zum Beispiel zu Deiner Arbeit einfallen. Dazu gehören alle Tätigkewiten, die Du regelmäßig machst, also auch Pausen, den Arbeitsweg oder den SmallTalk im Büro.
Nun bewertest Du die Aufgaben:
Anschließend kannst Du Dir Maßnahmen zu jeder Aufgabe überlegen:
Idealerweise machst Du diese Bewertung und Maßnahmenklärung gemeinsam mit Kolleg:innen, mit denen Du zusammen arbeitest. Vielleicht findest ihr heraus, dass jemand anderes eine Deiner doofen Aufgaben gut findet. Ihr könnt also Aufgaben im Team anders verteilen.
Eine unvollständige Liste mit Ideen für mögliche Maßnahmen - als Inspiration:
Der Frust verdient annehmende Wahrnehmung. Schau Dir an, was Dich frustriert. Welchen Anteil am Frust hat Deine persönliche Einstellung dazu und welchen Anteil die Aufgabe? Was kannst Du tun, damit aus einer doofen Aufgabe eine neutrale wird? Und was kannst Du tun, damit aus einer neutralen Aufgabe eine gute wird?
Die aktive Beschäftigung hilft dabei, den Frust zu reduzieren.
Als ich diese Übung mit einer Kollegin durchführte und wir gemeinsam unsere Aufgaben bewerteten und durchgingen, merkten wir sofort: da kann man doch was machen. Einen Teil der Aufagen mussten wir nur tauschen - was ihr keinen Spaß machte, machte mir Spaß - und umgekehrt.
Bei den meisten Aufgaben fielen uns Maßnahmen ein, wie wir diese so ändern können, dass sie nicht mehr so frustrierend sind. Auf alle Fälle schaffte dieses Vorgehen eine Verbundenheit und ein besseres Verständnis füreinander. Ich konnte Regeltermine einrichten für Aufgaben, die mir Spaß machen und die zu oft unter den Tisch fallen.
Und meine Kollegin auch.
Wie findest Du diese Idee? Wäre sie bei Dir umsetzbar? Schreibe mir: Kontakt
Dieser Beitrag basiert auf einer Idee von Lotte Bock aus ihrem Buch Achtsamkeit für Berufstätige. Danke für diese tolle Idee!